Privatdozent Dr.med. Dr.med.dent. BIENIEK - Arzt/Zahnarzt - Wuppertal

Leistungsspektrum

Umfassend für Ihre Gesundheit

Wir decken in unserer Praxis das gesamte Spektrum zahnmedizinischer Leistungen ab. Dazu zählen neben den präventiven Maßnahmen (Prophylaxe), die zahnerhaltenden Maßnahmen (Konservierung), die moderne Prothetik (Zahnersatz), die ästhetische Zahnheilkunde, die Kieferchirurgie, sowie die Implantologie und Parodontologie. Unsere Leistungen im einzelnen:

Prophylaxe und Prävention:

Allgemeines

Unsere natürliche Mundflora besteht aus unzähligen Mikroorganismen, die an der Entstehung von Zahn- und Zahnfleischerkrankungenbeteiligt sind. Die Mikroorganismen entziehen den Speiseresten Substanzen für ihren Stoffwechsel und produzieren Milch- und Essigsäuren, die die Zähne demineralisieren (entkalken). Bei Zuckerverzehr zum Beispiel von Frucht-, Trauben-, Malz- und Rübenzucker in Speisen und Getränken nimmt die Konzentration der gefährlichen Säuren zu. Zahn- und Zahnfleischerkrankungen treten besonders leicht dort auf, wo die Reinigung erschwert ist. Dazu zählen die Fissuren und Grübchen der Kauflächen, die Zahnzwischenräume, und der Zahnfleischrand. Unter dem klebrigen Zahnbelag, der Plaque begünstigen die Säuren der Mikroorganismen die Entstehung von Karies und Parodontose.

Individualprophylaxe

ZahnspektrumDie zahnmedizinische Individualprophylaxe dient der Verhütung und Vorbeugung von Zahn- und Zahnfleischerkrankungen. Nach einer eingehenden Untersuchung auf Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten wird der Mundhygienestatus beurteilt. Das heißt, es werden sowohl die Mundhygiene, als auch der Zahnfleischzustand begutachtet. Die Ergebnisse der Untersuchungen dienen dazu, individuelle Präventions- und Prophylaxemaßnahmen zu entwickeln. Die zahnmedizinische Individualprophylaxe ist nicht nur für Kinder und Jugendliche, sondern ebenso für Erwachsene notwendig.

Mundhygienestatus - Plaque-Index, Papillen-Blutungs-Index, Speicheltest

Der Mundhygienestatus umfasst die Beurteilung der Mundhygiene und des Zahnfleischzustandes und wird mit Indizes (statistischen Messwerten) dokumentiert. Aufgrund der Untersuchung wird individuell entscheiden, ob und welche weiteren Prophylaxemaßnahmen durchgeführt werden sollten. Um den Mundhygienestatus beurteilen zu können sind die nachfolgend genannten Untersuchungen notwendig:

Der Plaque Index
Der Umfang und die Ausdehnung der bakteriellen Plaque (Zahnbelag) auf den Zahnoberflächen Plaqueindexwird durch Anfärben mittels des natürlichen und ungefährlichen Farbstoffes Erythrosin sichtbar gemacht. Aus den Untersuchungsergebnissen werden Anleitungen für die häusliche Mundhygiene entwickelt. Dies unterstützt die Aufklärung über Krankheitsursachen und deren Vermeidung, wobei hier insbesondere auf die Entstehung von Karies und Zahnfleischerkrankungen eingegangen wird. Je nach Befund ist eine professionelle Zahnreinigung in der Praxis zu empfehlen.

Der Papillen Blutungs Index
Der Entzündungsgrad des Zahnfleisches kann durch Berührung mit einer stumpen Sonde im Bereich der Zahnfleischpapille zwischen den Zähnen festgestellt werden. Tritt eine Zahnfleischblutung auf, kann der Zahnarzt an ihr den Grad der Entzündung feststellen. Der Entzündungsgrad ist entscheidend für ein persönliches Prophylaxeprogramm. Durch intensive Mundhygiene nach zahnärzticher Anweisung kann bei Kontrolluntersuchungen der Rückgang der Blutungsneigung und damit das Abklingen der Zahnfleischentzündung festgestellt werden.

Speicheltest
Zum Rahmen eines präventiven Gesamtkonzeptes gehört auch die Durchführung Speicheltest beim Zahnarzt in Wuppertaleines Speicheltests, mit dem die Anzahl von kariesverursachenden Streptokokkus mutans Bakterien sowie die Häufigkeit von Lactobazillen bestimmt werden kann. Zusätzlich können die Pufferkapazität, die Sekretionsrate und der ph-Wert des Speichels festgestellt werden. Ein übersäuerter Speichel begünstigt zum Beispiel das Karies-Risiko, denn die „Pufferwirkung" des Speichels ist reduziert. Durch den Speicheltest kann das individuelle Kariesrisiko festgestellt werden, noch bevor Zahnschäden entstehen. Die Auswertung des Speicheltests ermöglicht es, ein individuelles, gezieltes Therapie- und Betreuungskonzept zu entwickeln um der Kariesentstehung entgegenzuwirken und um diese zu vermeiden.

Air Flow - Professionelle Zahnreinigung und Politur

Hauptursache für Erkrankungen der Zähne, des Zahnfleischsaumes und des Zahnhalteapparates ist der Zahnbelag (Plaque) und die darin enthaltenen säureproduzierenden Zahnpolitur in WuppertalBakterien. Die Säuren entkalken die Zahnsubstanz und führen zu Karies und Entzündungen des Zahnfleisches. Wird der Zahnbelag nicht regelmäßig entfernt, kann er sich wie ein Keil zwischen Zahnfläche und Zahnfleischrand schieben. Es bilden sich Zahnfleischtaschen, in denen sich harte Beläge (Konkremente) bilden. Unbehandelt entwickelt sich daraus die Parodontose, deshalb ist es von großer Bedeutung, sämtliche sichtbaren und unsichtbaren Zahnbeläge komplett zu entfernen. Dies geschieht bei der professionellen Zahnreinigung in der Zahnarztpraxis mit Ultraschall- und Pulverstrahlgeräten sowie mit Handinstrumenten, die auch die für eine Zahnbürste schwer zugängliche Stellen des Gebisses erreicht. Gerade hier liegen nämlich die Ursachen für Karies, Parodontose und unangenehmen Mundgeruch. Die absolut schmerzlose und schonende Air-Flow-Methode wird mit Hilfe eines Salzkristallsprühers durchgeführt. Durch eine feine Drüse wird die Salzlösung mit großem Druck auf die Zähne aufgespritzt, durch den feinen Strahl werden so auch kleinste Zahnzwischenräume erreicht. Eine nachfolgende Politur der Zähne glättet die Zahnoberfläche, so dass eine erneute Plaquebildung erschwert wird, denn auf glatten Oberflächen kann sich neuer Zahnbelag schwerer festsetzen. Die abschließende Fluoridierung der Zähne dient der Schmelzhärtung.

Fluoridierung

Fluoride sind natürliche Mineralien, die maßgeblich an der Knochenbildung und an dem Wachstum unseres Körpers beteiligt sind. Bezüglich der Kariesprophylaxe hat sich Fluoridierungherausgestellt, dass eine ausreichende Versorgung des Körpers mit Fluoriden das Auftreten von Karies deutlich mindert. Verschiedene Möglichkeiten zur Schmelzhärtung durch Fluoride stehen zur Verfügung. Zum einen kann eine Aufnahme von Fluoriden in den Gesamtstoffwechsel über Tabletten, Speisesalz und Wasser geschehen. Zum anderen über den Gebrauch lokaler Fluoridierungsmittel wie Lösungen, Gele, Lacke und Zahncremes. Bei der Fluoridierung dringen die Fluoride tief in den Zahnschmelz ein und remineralisieren die Zähne. Durch die mineralische Anreicherung erhalten die Zähne eine erhöhte Resistenz gegenüber bakteriellen Säureangriffen. Unbedingte Voraussetzung für die lokale Fluoridierung ist die gründliche Beseitigung von Zahnbelägen, um eine gleichmäßige Benetzung des Zahnschmelzes mit Fluorid zu gewährleisten. Die lokale Fluoridierung sollte in regelmäßigen Abständen von etwa sechs Monaten erfolgen.

Fissurenversiegelung

Alle Zähne mit einer zerklüfteten Oberfläche sind besonders kariesgefährdet. Die tiefen Fissuren und Grübchen der Zähne bieten den Mikroorganismen einen idealen Lebensraum, da Fissurendiese nur sehr schwer zu reinigen sind. Rund 50 Milliarden Bakterien sind die natürlichen Bewohner der Mundhöhle. Unter ihnen gilt der Streptokokkus mutans als der gefährlichste Karieserzeuger. Erhalten die Bakterien häufig Zucker oder zuckerhaltige Speisen und Getränke, vermehren sie sich sehr schnell, und produzieren nicht nur zahnschädigende Säuren, sondern setzen sich auch wie eine zähe und klebrige Masse (Zahnbelag und Plaque) an den Zähnen fest. Der schützende Speichel kann die zahnzerstörenden Säuren in und unter der Plaque nicht mehr wegspülen. FissurenversiegelungDas ökologische Gleichgewicht in der Mundhöhle ist gestört und Karies entsteht. Durch die Versiegelung der Zahnoberfläche erhalten die Zähne einen wirksamen Schutz gegen Karies. Der auf die Zähne aufgebrachte Versiegelungslack bedeckt die tiefen Fissuren und Grübchen, diese können dann von Mikroorganismen nicht mehr besiedelt werden. Der Versiegelungslack unterliegt hohen Beanspruchungen und muß deshalb regelmäßig kontrolliert und gegebenenfalls erneuert werden. Die Fissurenversiegelung ist auch für die Milchbackenzähne wichtig. Diese müssen als Platzhalter für die bleibenden Zähne oft bis zum 12. Lebensjahr ihre Aufgabe erfüllen. Gehen Milchbackenzähne vorzeitig durch Karies verloren, können Zahnfehlstellungen entstehen.

Recall - regelmäßige Kontrolluntersuchungen

Die Mundgesundheit ist durch vorbeugende Maßnahmen am besten zu gewährleisten. Je nach Risikograd und Schwere von Zahn- oder Zahnfleischerkrankungen sind regelmäßige TelefonUntersuchungen und Prophylaxesitzungen zu empfehlen, denn nur so kann feststellt werden, ob Veränderungen im Zahn- und Mundbereich stattgefunden haben und behandlungsbedürftig sind. Präventive Vorsorge und geeignete Prophylaxe ist besser als Heilen. Aus diesem Grund haben wir in unserer Praxis ein Recallsystem eingerichtet, das unsere Patienten individuell an ihre Vorsorgeuntersuchung erinnert.

Prothetik/Zahnersatz:

Allgemeines

Unter Zahnersatz versteht man den künstlichen Ersatz von erkrankter oder fehlender Zahnsubstanz und die Wiederherstellung der Zahnfunktion, wobei die Form und Struktur der Zähne naturgetreu nachgebildet werden.

Zahnarzt WuppertalGesunde und schöne Zähne sind für den Gesamteindruck und die Attraktivität entscheidend. Deshalb ist es wichtig, dass man Zähne ungeniert zeigen und mit schönen Zähnen bzw. Zahnersatz unbeschwert lächeln kann.

Lücken im Gebiss sind neben dem ästhetischen Aspekt aber auch ein Gesundheitsrisiko für die verbliebenen gesunden Zähne. Ein fehlender Zahn verringert den Halt der Nebenzähne, der gegenüberliegende Zahn im anderen Kiefer wächst langsam in die Lücke hinein, da der Gegenbiss fehlt. Verlorene Zähne können so zu Fehlstellungen und Fehlbelastungen im Gebiss führen. Sie können die Ursache für Schmerzen in den Kiefergelenken, Muskelschmerzen und nicht selten auch für Migräne sein. Des weiteren bleiben Speisereste in den durch die Kippung entstandenen Zahnzwischenräumen hängen, die wiederum Zahnkaries und Parodontitis verursachen. Daher sollte ein fehlender Zahn stets ersetzt werden.

Heute stehen ausgereifte Techniken zur Verfügung, die einerseits die Funktionalität des Kauapparates wiederherstellen und andererseits auch hohen ästhetischen Ansprüchen genügen.

Füllungen

Amalgamfüllungen
Amalgamfüllung Zahnarzt WuppertalAmalgam besteht aus Quecksilber, Silber und Zinn sowie Spuren von anderen Metallen. Nach dem Zusammenmischen ist Amalgam formbar und wird nach Abschluss der Präparation in die Kavität (ausgebohrtes Loch zur Aufnahme der Füllung) gefüllt. Nach einigen Stunden ist Amalgam hart und bildet einen sehr dauerhaften und langlebigen Zahnersatz. Verglichen mit den anderen Materialien ist Amalgam preiswert und sehr beständig. Durch die Quecksilberfreisetzung aus Amalgamfüllungen kann eine potentielle allergische und toxische Gefährdung und Belastung des Organismus bestehen.

Einlagefüllungen aus Keramik und Kunststoff
Keramik- oder Kunststofffüllungen bestehen aus einem Gemisch (engl.: Composite) von Kunststoff, Silizium oder Glas mit zahnähnlichen Farbstoffen. KukefuellungKomposite werden in einer Sitzung direkt im Mund verarbeitet und sind sofort belastbar. Die Aushärtung plastischen Materials erfolgt in der Regel mittels Lichthärtung durch spezielle UV-Lampen. Von der natürlichen Zahnsubstanz sind diese zahnfarbenen Einlagefüllungen kaum zu unterscheiden und befriedigen damit die höchsten ästhetischen Anforderungen bei gleichzeitiger guter Haltbarkeit. Für Frontzahnfüllungen sind sie das Mittel der Wahl und können auch an Backenzähnen bei entsprechender Materialwahl und Verarbeitungstechnik bei kleinen bis mittelgroßen Defekten angewandt werden.

Glasionomerzemente und Kompomere
Diese Kompomere sind ebenfalls zahnfarben allerdings weicher als Komposite und gelten in der Regel als Langzeitprovisorien für ein bis drei Jahre und werden insbesondere in der Kinderzahnheilkunde und bei Schwangeren eingesetzt.

Inlays

Inlays sind Zahneinlagen aus Kunststoff, Porzellan oder Gold. Sie bieten eine sehr hochwertige Alternative, um Füllungen aus umstrittenem Amalgam zu vermeiden. Inlays werden vom KeramikinlayZahntechniker nach einem individuellen Abdruck angefertigt. Die zu ersetzende Zahnsubstanz muß exakt erfaßt und nachgebildet werden, um die Originalform des Zahnes wieder herzustellen und die Funktion des Zahnes zu gewährleisten. Zahnersatz mittels eines Inlays ermöglicht eine dauerhafte Sanierung und ästhetische Wünsche können durch die Auswahl des geeigneten Materials (Gold, Keramik, Kunststoff) berücksichtigt werden.

Keramikinlays
GoldinlayKeramikinlays werden mit Hilfe eines Gebissabdrucks im Dentallabor von Hand hergestellt und später beim Patienten genau eingepasst. Im fertigenZustand sehen Inlays aus Keramik aus wie natürlicher Zahnschmelz, daher gelten sie als derzeit schönste und kosmetisch beste Lösung bei Zahnschäden.

Goldinlays
Einlagefüllungen aus Gold sind seit Jahrzehnten bewährt und bisher unübertroffen. Die Goldinlays werden im Labor hergestellt und mit einem zahnmedizinischen Zement in den vorbereiteten Zahn eingefügt.

Kronen

Falls ein Zahn nicht mehr durch eine Füllung, ein Inlay oder eine Teilkrone wiederhergestellt werden kann, ist die Versorgung mit einer Krone erforderlich. Kronen werden wie Hütchen einem beschliffenen Zahn aufgesetzt. Vor der Beschleifung werden Abformungen des Zahns abgenommen anhand derer im Labor die Krone angefertigt wird. Nach der Zahnpräparation wird der Zahnstumpf vorübergehend durch eine aus Kunststoff oder Metall geformte Kappe geschützt. Die fertige Krone wird in einer weiteren Sitzung auf dem Zahnstumpf mit Zahnzement befestigt.

Vollgusskronen
Vollgusskronen werden umgangssprachlich auch als Goldkronen oder Vollmetallkronen bezeichnet. Sie bestehen in der Regel aus einer hochwertigen Vollgusskrone WuppertalGoldlegierung. Aber auch unedelere, goldreduzierte oder gänzlich edelmetallfreie Legierungen sind möglich. Wenn sich noch andere Metalle im Mund befinden, besteht hier allerdings die Gefahr der Korrosion. Um diese möglichst gering zu halten, sind hochwertige Goldlegierungen empfehlenswert. Vollgusskronen kommen vor allem im nicht sichtbaren Backenzahnbereich zum Einsatz und werden vornehmlich zur Wiederherstellung eines zerstörten Zahnes verwendet. Vollgusskronen dienen bei herausnehmbarem Zahnersatz auch als Schutzkrone unter einer Halteklammer. Sie sind sehr langlebig und von den Materialeigenschaften her nur sehr selten störanfällig.

Verblendkronen
Verblendete Krone von Zahnarzt in WuppertalBedingt durch die kosmetischen Unzulänglichkeiten der Vollgusskrone gibt es Kronenarten wie die Verblendkrone, bei denen der nach außen hin sichtbare Teil, zusätzlich noch die Kaufläche oder aber die gesamte Vollgusskrone mit einem zahnfarbenen Material überzogen sind. Ein Metallgerüst, möglichst aus einer so genannten Hochgoldlegierung bildet den Kern einer Verblendkrone. Dieser wird mit zahnfarbenem Kunststoff oder einer farblich angeglichenen Keramik überzogen (auch Aufbrennlegierung genannt).

Keramikverblendkronen werden für die sichtbaren Zahnbereiche verwendet, da die kosmetische Wiederherstellung des Zahns bei hervorragender Stabilität gewährleistet ist. Das gewebefreundliche Material hat eine sehr hohe Lebenserwartung und neigt auch nach langer Tragedauer nicht zu Verfärbungen. Die Verblendkrone ist heute die bewährteste Maßnahme zur naturnahen Wiederherstellung eines Zahns und somit die Standardkrone für den sichtbaren Bereich. Allerdings erreicht die Verblendkrone nicht ganz das kosmetische Ergebnis von Vollkeramik- oder Galvanokronen da ihre Ränder tendenziell eine dunklere Farbe haben. Bei bestimmten Lichtverhältnissen kann die Krone als solche erkennbar sein.

Vollkeramikkronen
Kronen aus Vollkeramik werden auch Porzellankronen genannt. Sie bilden heute im Vergleich Vollkeramik Kronezu einem natürlichen Zahn das Optimum an Ästhetik. Als Grundmaterial dient Keramik, die in einem aufwendigen Herstellungsprozess individuell an die natürlichen Zähne angepasst wird. Auf ein Keramikuntergerüst wird die Keramik schichtweise aufgebrannt. Hierdurch wird grundsätzlich eine sehr hohe Festigkeit der Krone erreicht. Zum endgültigen Einsetzen der Krone werden farblich angepasste Kompositzemente verwendet, um einer Farbverfälschung vorzubeugen.

Vorzugsweise finden die Kronen aus Vollkeramik Verwendung im sichtbaren Frontzahnbereich aber auch eine Anwendung im Seitenzahnbereich ist möglich. Optisch sind die künstlichen Zähne von den natürlichen meist nicht zu unterscheiden, da die Keramikmasse eine natürliche Transparenz (glasig) und Transluzens (milchig) aufweist. Zum anderen bietet die glatte Keramikoberfläche Zahnbelägen keinen Halt. Durch ihre Metallfreiheit hat eine Vollkeramikkrone eine sehr gute biologische Verträglichkeit. Die lange Haltbarkeit, hohe Formstabilität und ausgezeichnete Passgenauigkeit sprechen für vollkeramische Kronen als langfristige Alternative.

Kronen können auch auf Implantaten befestigt werden. Auf diese Weise kann ein bereits verlorener Zahn nach einem zahnchirurgischen Eingriff wiederhergestellt werden. Kronen liegen in zahlreichen Varianten und aus den unterschiedlichen Materialen vor. Wir werden Sie bei der Suche nach Ihrer individuellen Lösung gerne beraten.

Brücken

Zur Versorgung von Zahnlücken durch verloren gegangene Zähne ist eine Brücke als festsitzender Zahnersatz möglich. Eine Brücke verbindet zwei Zähne über eine oder mehrere Zahnlücken hinweg. Dabei dienen die beiden Pfeilerzähne als Stütze für die Brücke. Diese müssen beschliffen und präpariert werden, um die Brücke auf ihnen aufzusetzen und dauerhaft zu befestigen.

Vollgussbrücken
MetallbrueckeBrücken werden normalerweise aus hochwertigen Goldlegierungen hergestellt. Aber auch andere Metalle bez. Metalllegierungen eignen sich zur Herstellung. Diese unedeleren Legierungen sind goldreduziert oder gänzlich edelmetallfrei. Wenn sich noch andere Metalle im Mund befinden, besteht hier allerdings die Gefahr der Korrosion. Um diese möglichst gering zu halten, sind hochwertige Goldlegierungen empfehlenswert.

Teilverblendete Brücken
Die von außen sichtbaren Teile einer Brücke können Verblendete Brückeaus ästhetischen Gründen mit Kunststoff oder Porzellan verblendet werden. Mit Kunststoff verblendete Brücken bestehen aus einem Metallgerüst, welches mit einem auf die individuelle Zahnfarbe angepassten Spezialkunststoff verblendet wird. Das Metallgerüst dient dabei als Träger dieser Brückenart. Die Kunststoffverblendung einer Brücke stellt eine wirtschaftlich günstige Lösung mit ausreichender Ästhetik, Stabilität und Haltbarkeit dar.

Bei einer Brücke aus Metallkeramik dient ebenfalls eine Metallbasis als Träger. Die Metallbasis wird aus hochgoldhaltigen, goldreduzierten oder edelmetallfreien Legierungen hergestellt. Hierauf werden Keramikschichten aufgetragen und dieses gebrannt bis die natürlichen Zahnformen wiederhergestellt und die Brücke farblich kaum von den natürlichen Zähnen zu unterscheiden ist. Die teilverblendete Brücke erreicht eine hohe Ästhetik und lange Haltbarkeit. Die Kronen und Brückenglieder können je nach Situation teil- oder voll-verblendet werden.

Vollkeramische Brücken
Eine vollkeramische Brücke wird höchsten ästhetischen Ansprüchen gerecht. Der extrem feste Unterbau aus zahnfarbenem Zirkonoxid wird in einem computergesteuerten Fertigungsprozess Vollkeramik Brückehergestellt, im Labor mit keramischen Massen modelliert und an die natürliche Zahnfarbe ganz individuell angepasst.

Die Vorteile von metallfeien, vollkeramischen Brücken liegen zum einen im natürlichen Aussehen besonders auch unter wechselnden Lichtverhältnissen, dunkle Kronenränder gibt es nicht. Optisch sind die künstlichen Zähne von den natürlichen meist nicht zu unterscheiden, da die Keramikmasse natürlich transparent und transluzent (durchscheinend, durchsichtig) erscheint. Zum anderen bietet das biokompatibele Keramikmaterial den Vorteil, das kein Metall in die Mundhöhle eingebracht wird, eine hohe Verträglichkeit ist dadurch gewährleistet. Allergische Reaktionen bezüglich vollkeramischen Zahnersatzes sind nicht bekannt. Keramischer Zahnersatz bietet zudem Farbstabilität und Langlebigkeit.

Brücken liegen in zahlreichen Varianten und aus den unterschiedlichen Materialien vor. Wir werden Sie bei der Suche nach Ihrer individuellen Lösung gerne beraten.

Veneers

Veneers sind dünne Schalen aus Keramik um die Zahnflächen der Frontzähne zu verblenden. Mit den Verblendschalen lassen sich leichte Fehlstellungen, zu große Zahnzwischenräume (z. B. ein Diastema), zu kurze, schiefstehende oder stark verfärbte Zähne korrigieren. Zudem ist ein Aufbau gebrochener oder gesplitterter Zähne möglich. Mit Veneers lässt sich das perfekte Aussehen eines Zahnes oder einer ganzen Zahnreihe wieder herstellen. Somit ist eine Korrektur des gesamten Frontzahnbildes möglich. Funktion und Optik gleichen dabei den natürlichen Zähnen.

VeneerDie Keramikschalen werden im Dentallabor passgenau und individuell angefertigt und anschließend mit einem speziellen Verfahren auf die Zähne geklebt, sie gehen dadurch einen chemischen Verbund mit der Zahnsubstanz ein. Das gewährleistet eine extrem feste und bakteriendichte Verbindung mit dem Zahn. Die Verbundkraft entspricht etwa der der eigenen Zahnsubstanz, so dass die Veneers sich nicht ablösen.

Veneers bestechen durch eine lichtdurchlässige zahnfarbene Keramik. Keramik ist ein Material, das dem Aussehen und den Eigenschaften des natürlichen Zahnes sehr nahe kommt. Deswegen gilt dieser Werkstoff heute als Material erster Wahl. Auch in punkto Haltbarkeit, Druckfestigkeit und Gewebeverträglichkeit schneiden Keramikveneers sehr gut ab. Im Gegensatz zu einer Überkronung von Zähnen ist die Versorgung mit Veneers äußerst zahnschonend, da hier durch die geringe Präparation des Zahnes nur sehr wenig Zahnsubstanz abgetragen wird.

Prothesen

lassen sich grundsätzlich in Teil- und Volllprothesen unterteilen. Eine herausnehmbare Prothese kann mit festsitzendem Zahnersatz kombiniert werden, hier spricht man von kombiniertem Zahnersatz. An einer Frontzahnbrücke kann zum Beispiel eine Prothese mittels eines Geschiebes (Verbindungselement zwischen Brücke und Prothese) befestigt werden.

Teilprothesen
Teilprothesen sind herausnehmbare Prothesen und werden mit Klammern an vorhandene TeilprotheseRestzähne befestigt. Sie dienen zur Wiederherstellung der Kaufunktion, der Sprachfähigkeit und der Kosmetik. Eine Teilprothese besteht aus künstlichen Zähnen, die auf einer Prothesenbasis befestigt werden. Bügel und Klammern aus Metallguss unterstützen die Stabilität und dienen der dem festen Sitz.

Teilprothesen haben den Vorteil, dass sie bei Verlust weiterer Zähne zumeist erweitert werden können. Bevor ein weiterer Zahn gezogen werden muss, kann von diesem ein Abdruck abgenommen werden anhand dessen ein künstlicher Zahn nachgeformt wird. Dieser kann dann in die alte Prothese problemlos eingefügt werden.

Vollprothese
Bei Voll- oder Totalprothesen handelt es sich um einen Ersatz natürlicher Zähne bei völligem Zahneverlust in einem oder beiden Kiefern. Vollprothesen dienen der Wiederherstellung der Kaufunktion, der Sprachfähigkeit und der Mundästhetik.

Vollprothese WuppertalBei Verwendung einer Vollprothese müssen zunächst die anatomischen und funktionellen Gegebenheiten des Kiefers präzise abgeformt werden. Zahnform, Zahnfarbe, und Bisslage werden individuell festgelegt. Die Prothesenbasis wird in der Regel aus Kunststoff eventuell mit Metalleinlagen, die Ersatzzähne meist aus Kunststoff oder Porzellan gefertigt.

Das Kernproblem ergibt sich bei der Befestigung einer Vollprothese, da es bei ihr nicht mehr möglich ist, vorhandene Zähne zum Prothesenhalt heranzuziehen. Vollprothesen halten lediglich durch Saugkraft und statische Kräfte an den zahnlosen Kieferkämmen. Mit zunehmendem Alter und durch den Wegfall der Zähne baut der Körper jedoch allmählich den Kieferknochen ab, und ohne dieses solides Fundament kann die Prothese nicht mehr halten. Um dieses Problem zu lösen gibt es die Möglichkeit, die Vollprothese an Implantaten zu befestigen.

Die Versorgung mittels einer Prothese ist in zahlreichen Variationen und aus den unterschiedlichsten Materialen möglich. Wir werden Sie bei der Suche nach Ihrer individuellen Lösung gerne beraten.

Ästhetische Zahnheilkunde:

Allgemeines

Die ästhetische Zahnheilkunde dient der Verbesserung und Verschönerung der Zähne. Dazu zählt vor allem die Korrektur der Gebissreihen, wenn zum Beispiel Zähne schief sitzen, zu weit auseinander stehen oder auch ganz fehlen. Auch das Füllen von Löchern oder das Ausbessern von Absplitterungen, Brüchen oder unregelmäßigen Zahnoberflächen mit unauffälligem Füllmaterial und schließlich das Bleichen von gelben und verfärbten Zähnen wird durch eine ästhetische Zahnbehandlung ermöglicht.

Die moderne, ästhetische Restaurationen setzt hauptsächlich aus Kunststoff, Glas und Keramik bestehende Komposite und reine Keramiken ohne Metallgerüst zur Prothetik ein. Diese Materialien haben eine natürlich wirkende Transparenz und Opaleszenz (Lichtdurchsichtigkeit, Lichtdurchlässigkeit) zudem sind sie transluzent (durchscheinend, durchsichtig) und ermöglichen so ein Optimum an natürlichem Aussehen. Die Komposite und Keramiken lassen sich hervorragend in feinsten Farbabstufungen den übrigen Zähnen anpassen. Im Unterschied zu sonst üblichen Kronen erzielen diese Materialien höchste ästhetische Resultate und sind von natürlichen Zähnen nicht zu unterscheiden.

Die wichtigen physikalischen Werte, wie Abrasionsverhalten, Härte und Wärmeausdehnung sind den natürlichen Zähnen sehr ähnlich. Diese Tatsache schützt die Nachbarzähne und die Zähne des Gegenkiefers aber auch das Kiefergelenk selbst wird hierdurch geschont. Aufgrund dieser Tatsachen sind vollkeramische Brücken und Kronen nicht nur aus ästhetischer Sicht unübertroffen, sondern gehören auch aus werkstoffkundlicher Sicht zu den besten und haltbarsten Versorgungen der modernen Zahnmedizin.

Bleaching

Durch verschiedenartige Bleachingmethoden wird das Bleichen bez. Aufhellen von dunkelen Bleichmittelund verfärbten Zähne erreicht. Mit dem Alter wird der Zahnschmelz dünner und das Gelb der innenliegenden Zahnschichten schimmert stärker durch. Genussmittel wie Kaffee, Schwarzer Tee, Rotwein oder Tabak verfärben die Zähne zusätzlich aber auch Erkrankungen oder Medikamente können die Ursache für dunkele oder verfärbte Zähne sein.

Eine zahnärztliche Untersuchung sowie eine professionelle Zahnreinigung (zur Zahnsteinentfernung) geht allen Bleachingmethoden voraus, denn gesunde Zähne und ein gesundes Zahnfleisch sind eine unbedingte Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung. Aufhellungsmittel welche in kariöse und defekte Zähne kriechen, können die Nerven schädigen. Zudem kann es zu Entzündungen kommen, wenn das Zahnfleisch, die Wange oder die Lippe mit den Bleichmitteln in Berührung kommt.

Die Bleachingmethoden sind ganz unterschiedlich und müssen individuell abgestimmt erfolgen. Bei "toten" Zähnen ohne Nerven wird eine Bleichlösung für einen begrenzten Zeitraum im Zahn eingelagert. Bei "lebenden" Zähnen mit vitalen Nerven wird das GebissschineBleichmittel von außen aufgetragen. Dort wirkt das Bleichmittel für eine gewisse Zeit auf den Zahn ein und wird danach wieder sorgfältig entfernt. Eine zahnärztliche Beratung hinsichtlich der geeigneten Bleachingmethode ist sehr zu empfehlen, denn abhängig von der Ursache der Verfärbung sollten verschiedene Verfahren angewendet oder kombiniert werden.

Die gebleichten Zähne dunkeln durch Farbstoffe in Nahrungs- oder Genußmitteln wieder nach. Daher sollte in regelmäßigen Abständen das Bleaching wiederholt werden. Auch das Bleichen der verfärbten Zähne zu Hause ist möglich.

Veneers

Veneers sind dünne Schalen aus Keramik um die Zahnflächen der Frontzähne zu verblenden. Mit den Verblendschalen lassen sich leichte Fehlstellungen, zu große Zahnzwischenräume (z. VeneerB. ein Diastema), zu kurze, schiefstehende oder stark verfärbte Zähne korrigieren. Zudem ist ein Aufbau gebrochener oder gesplitterter Zähne möglich. Mit Veneers lässt sich das perfekte Aussehen eines Zahnes oder einer ganzen Zahnreihe wieder herstellen. Somit ist eine Korrektur des gesamten Frontzahnbildes möglich. Funktion und Optik gleichen dabei den natürlichen Zähnen.

Die Keramikschalen werden im Dentallabor passgenau und individuell angefertigt und anschließend mit einem speziellen Verfahren auf die Zähne geklebt, sie gehen dadurch einen chemischen Verbund mit der Zahnsubstanz ein. Das gewährleistet eine extrem feste und bakteriendichte Verbindung mit dem Zahn. Die Verbundkraft entspricht etwa der der eigenen Zahnsubstanz, so dass die Veneers sich nicht ablösen.

Veneers bestechen durch eine lichtdurchlässige zahnfarbene Keramik. Keramik ist ein Material, das dem Aussehen und den Eigenschaften des natürlichen Zahnes sehr nahe kommt. Deswegen gilt dieser Werkstoff heute als Material erster Wahl. Auch in puncto Haltbarkeit, Druckfestigkeit und Gewebeverträglichkeit schneiden Keramikveneers sehr gut ab. Im Gegensatz zu einer Überkronung von Zähnen ist die Versorgung mit Veneers äußerst zahnschonend, da hier durch die geringe Präparation des Zahnes nur sehr wenig Zahnsubstanz abgetragen wird.

Shaping/Cosmetic Contouring

Das sogenannte Shaping oder Cosmetic Contouring bezeichnet die Formveränderung und Zahnumformung einzelner Zähne unter minimalem Beschleifen und Auftragen von ZähneKompositmaterial (Kunststoff- Keramikgemisch). Anschließend werden die Zähne mittels spezieller Schleifgeräte in Form und Glanz gebracht. Das Aufbringen von Komposit auf den Zahn ermöglicht das Schließen von Zahnlücken (Diastema), die Umgestaltung fehlerhafter Zahnformen (Zapfenzähne) sowie das Verschönern von verfärbten oder unregelmäßigen Zahnoberflächen. Die Vorgehensweise ist noch schonender als bei den keramischen Verblendschalen (Veneers). Es werden keine Abdrücke benötigt und man kann das Ergebnis sofort sehen. Das Kompositmaterial ist jedoch nicht so glatt wie Keramikschalen und es kann sich leichter verfärben.

Der zahnärztliche Werkstoff Komposit setzt sich aus einem dünnflüssigen Kunststoff und anorganischen Füllpartikeln zusammen. Die klebende Verbindung dieser Kunststoffe mit dem Zahn entsteht durch eine Mikroverzahnung, einer mechanischen Haftung auf dem Zahnschmelz. Bevor das Komposit, auf den gesunden Zahn aufgetragen wird, muss der glatte Zahnschmelz mit einer Säure angerauht werden. Durch diese Behandlung vergrößert sich die Oberfläche. Nur mikroskopisch und in tausendfacher Vergrößerung lässt sich die dauerhafte Verzahnung des aufgerauhten Zahnschmelzes mit dem Komposit darstellen. Durch das Anrauhen erhält der Kunststoff auf der sonst glatten Zahnoberfläche eine sehr hohe Haftung.

Parodontologie und Parodontaltherapie:

Allgemeines

Unter Gingivitis (Gingiva = Zahnfleisch) versteht man die Entzündung des Zahnfleisches; greift der Entzündungsprozess auf das Zahnbett (Parodontium) über, handelt es sich um eine Parodontitis und wenn das Zahnfleisch ohne erkennbare zahnfleischtascheEntzündungsanzeichen zurückgeht, um die so genannte Parodontosis. Die entzündlichen Erkrankungen des Zahnfleisches werden hauptsächlich durch die säureproduzierenden Mikroorganismen in der Plaque, dem Zahnbelag hervorgerufen. Ein wesentlicher Schaden für das Zahnfleisch und den Kieferknochen entsteht durch die Stoffwechselprodukte der Bakterien (aggressive Säuren) und die freiwerdenden Produkte bei deren Auflösung, hierzu zählen Eiweißgifte (Endotoxine). Diese Stoffe sind für einen großen Teil der Schäden am Zahnbett als Folge einer Parodontitis verantwortlich.

Wird der Zahnbelag nicht regelmäßig entfernt, kann er sich wie ein Keil zwischen Zahnfläche und Zahnfleischrand schieben. Dort bilden sich Zahnfleischtaschen, in denen sich harte Beläge, sogenannte Konkremente bilden. So kommt es zu tiefreichenden Zahnbettzerstörungen, einem raschen Knochenabbau einhergehend mit einer Zahnlockerung und einem Zahnverlust.

Zudem können die Keime (gramnegative Anaerobier) in einer tiefen Zahnfleischtasche über den Blutweg in den Körpers gelangen und dort Schäden anrichten. Die Folgen der Parodontitis treffen so den gesamten Körper. Untersuchungen zufolge besteht durch die Ausbreitung der Keime im Körper ein höheres Risiko Herzerkrankungen, Kreislauferkrankungen oder Schlaganfälle zu erleiden. Auch der Blutzuckerwert kann davon negativ beeinträchtigt werden. Für Schwangere besteht zudem das Risiko einer Frühgeburt.

Weitere Ursachen für die Entstehung einer Parodontitis sind Rauchen, Streß (Veränderung der Immunlage, Veränderung des Ph-Wertes in der Mundhöhle), falsche Ernährung (Zucker, Säure, Ph-Wert-aktive Nahrungsmittel), Metallkorrosion gealterten Zahnersatzes und Fehlbelastungen der Zähne durch falsche Bisslage oder unsymmetrische Bisshöhen.

Gingivitistherapie

ZahnreinigungDurch ein strategisches Behandlungskonzept und enge Zusammenarbeit zwischen dem zahnärztlichen Prophylaxeteam und dem Patienten können Maßnahmen ergriffen werden, um Entzündungen des Zahnfleisches (Gingivitis) vorzubeugen und gegebenenfalls zu behandeln. Mit Hilfe von Übungen, Demonstrationen und einem Training wird erläutert, wie eine Verbesserung der Mundhygiene erreicht werden kann. Dabei wird besonderer Wert auf die Pflege der Zahnzwischenräume gelegt. Diese Verbesserung der individuellen Pflegemaßnahmen und Mundhygienetechnik ist eine wesentliche Grundlage für einen Therapieerfolg.

ZahnseideEs ist zudem von großer Bedeutung, sämtliche sichtbaren und unsichtbaren Zahnbeläge (Plaque und Zahnstein) mit Hilfe einer professionellen Zahnreinigung komplett zu entfernen. Die zukünftige Zahnpflege durch den Patienten wird somit erheblich erleichtert. Weiterhin werden Füllungs- und Kronenränder, die nicht exakt passen, nachgearbeitet oder erneuert.

Bei richtiger Unterweisung und Durchführung der Mundhygienemaßnahmen, wird man schon bald merken, daß das Zahnfleisch gesundet, weniger blutet und wieder die blassrosa Farbe annimmt, was den Therapieerfolg zeigt.

Parodontitistherapie / Parodontosetherapie

Parodontose ist die entzündlich bedingte Zurückbildung des Zahnfleisches, welche unbehandelt zu einer Zahnlockerung und einem Zahnverlust führen kann. Neben der Reinigung der Parodontitistherapiesichtbaren Zahnflächen werden vor allem auch die Zahnfleischtaschen von darin befindlichem Zahnstein (Konkremente) befreit. Dank moderner Behandlungsmethoden wird ohne chirurgischen Eingriff mit speziellen Instrumenten (sogenannten Küretten bzw. Schall- oder Ultraschallscalern) in die Zahnfleischtasche eingegangen und der Zahnstein von der Wurzeloberfläche abgesprengt. Diese Behandlung ermöglicht die Entfernung eines Großteils der Bakterien aus der parodontalen Tasche, so daß sich dort die Entzündung zurückbilden kann. Die Behandlung erfolgt im allgemeinen unter einer örtlicher Betäubung, so daß sie schmerzfrei durchgeführt werden kann.

Oft zeigt sich bereits nach der ersten Behandlung des Gebisses schon eine Verkleinerung der Zahnfleischtaschen, die durch festes Anlegen des Zahnfleisches an den Zahn bedingt ist. Eventuelle Fehler und Probleme bei der Mundhygiene werden noch einmal besprochen, gleichzeitig wird festgelegt, in welchen Abständen der Patient sich in der Praxis wieder vorstellen soll, um die Zahnfleischtaschen erneut zu reinigen. Die Abstände zwischen diesen Behandlungssitzungen sollten in der Regel, je nach Schwere der Erkrankung, 3-6 Monate sein.

Parodontalchirurgie

Das Aussehen von Zähnen, Zahnersatz und Implantaten hängt ganz entscheidend von einem gesunden Zahnfleisch ab. Parodontalchirurgische Eingriffe sind verschiedenartige Zahnfleischoperationen, die der Gesundung des Zahnfleisches dienen.

Chirurgische Parodontaltherapien
Bei schwereren Fällen einer Parodontitis kann ein chirurgischer Eingriff notwendig sein. Sobald die Zahnfleischtaschen eine gewisse Tiefe erreicht haben (6 mm und mehr) oder ungünstige Wurzeleinziehungen vorhanden sind, lassen sich diese besonders im Seitenzahnbereich auf konventionelle Weise oft nicht mehr vollständig reinigen. Hier ist ein chirurgischer Eingriff angezeigt, um die Tiefe der Taschen zu verkleinern und gegebenenfalls die lokalen anatomischen Verhältnisse zu verbessern. So sind oft seitlich der Wurzeln Verdickungen des Kieferknochens vorhanden, die die Entstehung von Taschen fördern, da sie eine dichte Anlagerung des Zahnfleisches an den Zahn verhindern. Die chirurgische Methode beginnt mit der Messung der Taschentiefen und dem Abklappen des Zahnfleisches. Dann werden die Wurzeloberflächen unter Sicht gereinigt und geglättet. Anschließend wird das Zahnfleisch mit feinen Nähten wieder verschlossen.

Rezessionsdeckung
Eine Gingivarezession ist der Rückgang des Zahnfleisches (und auch eines Teils des Knochens), so daß die Zahnhälse oder Teile der Wurzel freiliegen. In bestimmten Situationen, bei denen kein allgemeiner Knochenabbau vorliegt, kann man mit Hilfe körpereigenen Bindegewebes, das am Gaumen entnommen wird, durch Membranen oder durch Verschieben des umgebenden Zahnfleisches diesen Rückgang wieder decken. Allerdings ist dies nur möglich, wenn der Knochenabbau aufgrund einer Parodontitis noch nicht zu weit fortgeschritten ist. Ist die Rezession durch zu starkes Zähneputzen entstanden, müssen die Putzgewohnheiten umgestellt werden.

Osteoplastik
Ist das Knochenniveau insgesamt zurückgegangen und finden sich Knocheneinbrüche oder Krater im Knochen, so kann durch Modellierung von Knochenarealen und Anlagerung von Knochenersatz ein Knochenaufbau erreicht werden. Sollte die Knochensubstanz des Kiefers nicht ausreichen um das stabile Einbringen eines Implantats zu ermöglichen, so wird auch in diesem Fall künstlicher oder eigener Knochen (Augmentation) aufgelagert.

Zu diesem Zweck wird das Zahnfleisch vom Knochen und von den Zähnen abgeklappt und der Defekt sauber dargestellt. Danach wird eine Membran über den Defekt gelegt oder dieser mit Knochen, bzw. Knochenersatzmaterialien (synthetische Materialien mit guter Biokompatibilität: Kalziumcarbonat, Tricalciumphosphat, Hydroxylapatit, Bioglass sowie kalziumbeschichtete Polymere) aufgefüllt, um eine Regeneration zu erreichen. Störende Knochenanteile, die ein normales Anlegen des Zahnfleisches an Zähne und Knochen verhindern, können entfernt werden. Zum Abschluß wird das Zahnfleisch wieder am Knochen und an den Zähnen angelegt.

Biologische Zahnheilkunde:

Allgemeines

Ziel der biologischen oder auch ganzheitlichen Zahnheilkunde ist es, alle Behandlungen unter möglichst geringen Belastungen für den Patienten durchzuführen und eine optimale Hilfestellung mit naturheilkundlichen Methoden bei einer Reihe von Problemen zu gewähren.

Besondere Beachtung finden in der ganzheitlichen Zahnmedizin daher biologisch verträgliche Materialien, die in wissenschaftlichen Testverfahren bezüglich negativer Wirkungen auf Zytotoxizität (toxische Wirkungen auf Zellen) besonders gut abschneiden. Aus Sicht der biologischen Zahnheilkunde ist es zudem wichtig, möglichst wenige, verschiedenartige Materialien in den Mund einzubringen und wenn es sich nicht vermeiden lässt, diese besonders gut aufeinander abzustimmen.

Lasertechnologie, Galvanoforming, Einstückguss, Funkenerosion, Plasma- oder Laserschweißen, metallfreie Restaurationen und die Werkstoffe Keramik und Titan sind nur einige von vielen Materialien und Systemen welche der angesprochenen Problematik Rechnung tragen. Diese erwähnten und viele nicht genannten Möglichkeiten lassen es heute zu, körperverträgliche, biologisch hochwertige Materialien in der Zahnheilkunde einzusetzen.

Amalgamausleitung

Zähne bestehen aus dem sie umgebenden Schmelz, der härtesten Substanz im Organismus, dem Zahnbein (Dentin), dem Zahnnerv (Pulpa) sowie derZahnwurzel mit dem Wurzelzement als bedeckende Schicht. Das Dentin ist durch feine Kanälchen (Dentintubuli) mit den Zahnnerven verbunden, die wiederum über die Blutgefäße des Kieferknochens mit dem gesamten Blutkreislauf des Körpers Verbindung haben. Wissenschaftliche Untersuchungen haben nachweisen können, daß z. B. Quecksilberpartikel aus den Amalgamfüllungen, über die feinen Dentinkanälchen in die Pulpa und damit in die Blutgefäße gelangen können. Die Partikel können so in den gesamten Körper wandern und zu gesundheitlichen Problemen führen.

In der ganzheitlich orientierten Zahnmedizin stehen die Belastungen und die Auswirkungen durch das atomare oder ionisiert resorbierte Quecksilber im Vordergrund. Dieses wirkt als Zellgift, es ist in der Lage Enzyme zu hemmen und Proteine zu denaturieren. Weiter ist es in der Lage, den Peroxidstoffwechsel anzuregen und damit freie Radikale zu bilden, die besonders aggressiv sind und die bei degenerativen Prozessen oder der Tumorentstehung eine große Rolle spielen. Darüber hinaus Amalgamfuellungblockiert es auch die Enzyme die zum Abfangen dieser freien Radikale dienen.

Eine Ausschwemmung der in verschiedenen Körpergeweben gespeicherten Quecksilber- und Metallionen wird insbesondere dann sinnvoll und ratsam, wenn im Zuge einer Amalgamsanierung alle alten Amalgamfüllungen entfernt werden. Die Durchführung einer Ausschwemmung ist unkompliziert und erfordert zumeist lediglich die Einnahme eines Medikaments über einen begrenzten Zeitraum. Das Medikament stabilisiert die Metalle in den Geweben, bindet diese und fördert deren Ausscheidung über die Niere. Nur in einigen Fällen erscheint eine Unterstützung mit speziellen Injektionen hilfreich. Eine erfolgreiche Therapie sollte jedoch individuell auf den einzelnen Patienten zugeschnitten werden, da mehrere Therapieverfahren zur Auswahl stehen.

Implantologie:

Allgemeines

Als Implantat bezeichnet man in der Zahnheilkunde eine künstliche Zahnwurzel mit einem prothetischen Pfeiler, welches operativ in einenzahnlosen Kieferbereich eingepflanzt wird. Die Implantate aus Wuppertalkünstliche Zahnwurzel kann eine Schraube, ein Zylinder, ein Gewindestift oder ein Blatt sein, welche dauerhaft im Kieferknochen verankert wird und fest mit ihm verwächst. Ihr in die Mundhöhle hineinragender Pfeiler dient der Befestigung des individuell angefertigten Zahnersatzes.

An Implantatwerkstoffe werden besonders hohe Ansprüche Zahnimplantat des Zahnarztesgestellt. Sie müssen eine außerordentliche Gewebeverträglichkeit aufweisen, absolut unbedenklich im Hinblick auf Allergien sein und wie ein natürlicher Zahn allen Kaubelastungen widerstehen. Titan als Reinmetall mit besonders strukturierter Oberfläche oder seltener keramisch beschichtet, wird als Werkstoff für Implantate eingesetzt, da es vom menschlichen Organismus gut toleriert wird. Abstoßungsreaktionen des Körpers sind nicht bekannt. Die Haltbarkeit der Implantate entspricht bei guter Pflege und günstigen Voraussetzungen die von natürlichen Zähnen.

Nach Untersuchung des Kieferknochens wird je nach Versorgung die Anzahl und der Typus der zu verwendeten Implantate festgelegt. Sollte die Knochensubstanz des Kiefers nicht ausreichen, so wird durch Auflagerung von künstlichem oder eigenem Knochen (Augmentation) die Voraussetzung für das stabile Einbringen eines Implantats geschaffen. Die Implantate werden unter örtlicher Betäubung in den Kieferknochen eingebracht und heilen in einem Zeitraum von ca. drei bis sieben Monaten fest ein. Nach der Einheilphase wird das Gewinde des Implantats freigelegt und der individuell angefertigte Zahnersatz befestigt.

Implantate schaffen häufig wieder die Voraussetzung für einen den physiologischen Verhältnissen angepassten Zahnersatz; während bei gleichem Restzahnbestand die Kaufunktion mit der üblichen prothetischen Versorgung nur eingeschränkt wieder hergestellt werden kann. Da sich schon ein fehlender Zahn auf die Gesamtfunktion des Kauorgans auswirken kann, ist leicht vorstellbar, welche Beeinträchtigungen fehlende Zähne oder gar Zahnlosigkeit für den Organismus und das Wohlbefinden des Menschen bedeuten.

Implantatgetragener Einzelzahn

Wenn nur ein einzelner Zahn ersetzt werden muss, bietet sich eine Implantatversorgung geradezu an. Würde man die Lücke nämlich mit einem herkömmlichen Brückenersatz Einzelzahnschließen, müssten die Nachbarzähne stark beschliffen werden, damit sie der Brücke als Pfeilerzähne dienen können. Durch das Beschleifen wird die verbleibende gesunde Zahnsubstanz der beiden Zähne in ihrer Vitalität gefährdet, was mitunter zu weiterem vorzeitigen Zahnverlust führen kann.

Ein weiteres Plus der Implantatversorgung ist, dass durch die eingepflanzte künstliche Zahnwurzel die Rückbildung des Kiefers durch Knochenschwund verhindert wird. Eine festsitzende Brücke bedeutet optisch zwar keine Beeinträchtigung und ermöglicht dem Träger normales Kauen und Beißen, doch der überbrückte Kieferabschnitt wird nicht belastet und es kommt deshalb in diesem Bereich zum Schwund des Kieferknochens. Gerade im Frontzahnbereich kann das Veränderungen der Gesichtszüge in der Lippenpartie mit sich bringen. Das Implantat dagegen überträgt den Kaudruck genauso wie eine natürliche Zahnwurzel, der Kieferknochen wird dadurch nicht abgebaut und behält seine normale Form.

Implantatgetragene Brücke

Implantate werden eingebracht, um ästhetisch und funktionell hochwertigen Zahnersatz zu tragen, zu halten oder zu stützen. Die Implantatversorgung ermöglicht durch die eingepflanzte künstliche Zahnwurzel das die Rückbildung des Kiefers durch Knochenschwund verhindert wird.

Implantat BrückeEine herkömmliche Brücke bedeutet optisch zwar keine Beeinträchtigung und ermöglicht dem Träger normales Kauen und Beißen, doch der überbrückte Kieferabschnitt wird nicht belastet und es kommt deshalb in diesem Bereich zum Schwund des Kieferknochens. Das Implantat dagegen überträgt den Kaudruck genauso wie eine natürliche Zahnwurzel, der Kieferknochen wird dadurch nicht abgebaut und behält seine normale Form.

Implantate ermöglichen festsitzende Brücken mit komfortablem Sitz auch dort noch einzugliedern, wo sonst eine herausnehmbare Prothese eingesetzt werden müsste. Das prothetische Versorgungsspektrum der modernen Zahnheilkunde wird durch die Implantologie erweitert und optimiert.

Implantatgetragene Prothese

Ober- und Unterkiefer bietet einer Zahnprothese oft keinen dauerhaften und sicheren Halt. Sich lösende, wackelnde oder herausfallende Prothesen sind die Folge. Noch gravierender sind die Zahnprothesemedizinischen Folgen, da die auf der Schleimhaut aufliegende Prothese einen Knochenschwund von ca. einem Millimeter pro Jahr verursacht. Auch die beste Prothese kann deshalb nicht dauerhaft für Besserung sorgen. Abhilfe schaffen hier nur Implantate, denn sie bringen vor allem beim zahnlosen Kiefer große Vorteile, da sich die Prothese auf Implantaten sicher und absolut fest fixieren läßt.

Im unbezahnten Unterkiefer herrschen besonders gute Bedingungen für eine erfolgreiche Implantation, da der Knochen im vorderen Bereich besonders stabil und nicht von Nerven durchzogen ist. Durch Verwendung von Titan und Keramik sind die Einheilungschancen sehr gut und die Haltbarkeit der Implantate ist äußerst hoch. Auch im Oberkiefer bieten die Implantate der Prothese einen absolut sicheren Halt beim Sprechen und Essen und zwar ohne lästige Gaumenplatte. Der bei herkömmlichen Prothesen übliche Knochenschwund des Kiefers von einem Millimeter pro Jahr wird etwa auf ein Zehntel davon reduziert.

Implantatgetragener Zahnersatz am Freiende

Fehlen am Ende einer Zahnreihe ein oder mehrere Backenzähne, so spricht man von einer verkürzten Zahnreihe, dem sogenannten Freiende. Da die Zähne im Gegenkiefer (die Freiendesogenannten Antagonisten) keinen Gegendruck mehr bekommen und aus dem Kieferknochen herauswachsen (sogenannte Elongation), ist das Gebiss in einer kritischen Situation. Zahnfehlstellungen, der Verlust der gegenüberliegenden Zähne und Bißstörungen sind oft die Folge dieser Situation. Langfristig kann auch das Kiefergelenk Schaden nehmen.

Den komfortabelsten Ersatz für fehlende Zähne am Freiende bietet ein implantatgetragener Zahnersatz, da das Implantat einen hinteren Auflagepfeiler bildet, der fest im Knochen verankert ist. Das Implantat bietet die optimale Möglichkeit den Zahnersatz dauerhaft und sicher zu befestigen. Die Belastung der Restbezahnung entspricht nach der Eingliederung des implantatgetragenen Zahnersatzes wieder den ursprünglichen Verhältnissen, Zahnfehlstellungen und Bißstörungen werden dadurch vermieden und das Kiefergelenk geschont. Zudem bietet ein solches Implantat den höchsten Tragekomfort, denn es kommt den natürlichen Zähnen am nächsten.

Chirurgie:

Allgemeines

Unter zahnärztlicher Chirurgie versteht man chirurgische Eingriffe, die im Mundraum durchgeführt werden, d.h. die Zähne, den Kiefer und die Weichgewebe betreffen. Die chirurgischen Eingriffe dienen dem Erhalt der Zähne und des Zahnfleisches.

Nach einer zahnärztlichen Operation ist das Verhalten des Patienten für eine gute Wundheilung wesentlich. Grundsätzlich sollte danach 48 Stunden nicht geraucht werden und alle den Kreislauf anregenden Aktivitäten und Mittel (z. B. Sport, Kaffee, Alkohol) sollten vermieden werden. Diese Maßnahmen fördern eine schnelle Wundheilung und vermindern die Gefahr einer Nachblutung. Sollte trotzdem eine Nachblutung auftreten, hilft meist das Aufbeißen auf ein sauberes, zusammengerolltes Stofftuch. Durch eine gute aber besonders vorsichtige Mundhygiene auch im Operationsgebiet werden Wundinfektionen verhindert. Desinfizierende, vorsichtig durchgeführte Mundspüllösungen können unterstützend wirken. Gutes Kühlen in den ersten 24 Stunden (im Intervall: halbe Stunde kühlen, zehn Minuten Pause, halbe Stunde kühlen usw.) beugt großen Schwellungen vor. Eine postoperative Schwellung ist in den ersten 48 Stunden jedoch normal.

Die zahnchirurgischen Eingriffe werden auch in Vollnarkose durchgeführt, sofern hierfür eine Indikation vorliegt oder es der Wunsch des Patienten ist.

Osteotomie (Operative Zahnentfernung)

Unter einer Osteotomie versteht man das operative Durchtrennen, Ausschneiden und Abtragen eines Knochenstückes. Ist eine Extraktion eines Zahnes mit Zange oder Hebel nicht möglich, Fräsermuß die Entfernung auf operativem Weg durchgeführt werden. Ferner bedarf es der Osteotomie, um beispielsweise im Knochen liegende Zähne oder Zahnreste, wie beispielsweise Weisheitszähne oder Wurzeln, zu entfernen.

Eine lokalen Anästhesie betäubt zunächst das zu operierende Gebiet. Hierbei ist zu beachten, dass keine Allergie gegen das Anästhetikum und keine akute Entzündung vorliegt. Unter Abklappung des Zahnfleisches wird der Kieferknochen freigelegt. Mittels rotierender Instrumente trägt der Chirurg unter Wasserkühlung so viel Knochensubstanz ab, um den Zahn, Zahn- oder Wurzelreste entfernen zu können. Anschließend wird der Operationsbereich durch Nähte verschlossen, die nach wenigen Tagen, nach Verheilung der Wunde entfernt werden. Der entstandene Knochendefekt regeneriert sich in den nächsten Monaten. Wird ein Zahn mit noch nicht abgeschlossenem Wurzelwachstum entfernt, spricht man von einer Germektomie.

Wurzelresektion und Wurzelamputation

An der Wurzelspitze eines Zahnes können sich chronisch verlaufende Entzündungen mit Bildung krankhaften Gewebes, eine Kieferzyste, ein Abszess oder ein Granulom bilden. Die Entzündung, die Abszess Zahnüber den Zahnnerv in die Wurzelspitze gewandert ist läßt sich mit einer herkömmlichen Wurzelkanalbehandlung nicht mehr beheben. Um den Zahn zu erhalten, muß die Wurzelspitze nach einem Schnitt durch das Zahnfleisch freigelegt und sämtlich entzündetes Gewebe chirurgisch entfernt werden. Bei der Resektion der Wurzelspitze wird neben der Entfernung des Entzündungsherdes auch noch zusätzlich ein Teil der Wurzelspitze abgetragen. Der verbleibende Hohlraum kann je nach Bedarf mit einem Knochenersatzmaterial wieder aufgefüllt werden. Dieser Eingriff wird unter örtlicher Betäubung oder Vollnarkose durchgeführt.

Ist bei einem mehrwurzeligen Zahn nur eine Wurzel nicht mehr zu erhalten, so kann diese nach einer Wurzelkanalbehandlung des Zahnes entfernt und die anderen Wurzeln belassen werden (Hemisektion, Trisektion).

Eine Wurzelspitzenresektion bietet die Chance, den problematischen Zahnwurzelbereich zu säubern, bakteriell abzudichten und den Patienten mit einer hohen Erfolgsquote vor einem Zahnverlust zu bewahren.

Präprothetische Chirurgie

Die präprothetische Chirurgie beinhaltet alle chirurgischen Eingriffe, die zu einer Verbesserung des Sitzes und der Eingliederung eines Implantats oder Zahnersatzes führen.

Entfernungen und Verlagerung von Weichgewebe
Die zahnärztliche Chirurgie ermöglicht das Entfernen eines so genannten "Schlotterkammes", der weich und beweglich dem Kieferknochen aufgelagert ist und aus Bindegewebe besteht. Auch durch schlecht sitzende Prothesen bedingte Wucherungen des Bindegewebes, sogenannte Lappenfibrome können chirurgisch entfernt werden. Ferner ist die Verlagerung von hoch ansetzenden Wangen- und Lippenbändern sowie eine Modulation der Region außen vor dem Kieferknochen (Vestibulumplastik) möglich.

Osteoplastik (Aufbauende Eingriffe am Kieferknochen)
Nach einem Zahnverlust wandelt sich der Kieferknochen stetig um, somit verändert sich das Knochenangebot nachhaltig. Bei einem zu geringen Knochenangebot ist ein guter Sitz eines Implantats oder einer Prothese technisch nicht mehr zu gestalten. Ziel eines chirurgischen Eingriffs ist es dann, eine belastbare Knochenoberfläche zu gewinnen und unbelastbare Kieferabschnitte in einen belastbaren Bereich umzuwandeln. Dazu wird der Kieferknochen durch eigenen Knochen aus anderen Körperregionen, durch fremden Knochen oder Knochenersatzmaterialien erhöht. Gleichzeitig kann eine Modellierung des vorhandenen Knochens und eine Glättung von scharfen Knochenkanten und überstehenden Knochenfortsätzen vorgenommen werden.

Chirurgische Parodontaltherapie

Bei schwereren Fällen einer Parodontitis kann ein chirurgischer Eingriff notwendig sein. Sobald die Zahnfleischtaschen eine gewisse Tiefe erreicht haben (6 mm und mehr) oder ungünstige ZahnfleischtascheWurzeleinziehungen vorhanden sind, lassen sich diese besonders im Seitenzahnbereich auf konventionelle Weise oft nicht mehr vollständig reinigen. Hier ist ein chirurgischer Eingriff angezeigt, um die Tiefe der Taschen zu verkleinern und gegebenenfalls die lokalen anatomischen Verhältnisse zu verbessern. So sind oft seitlich der Wurzeln Verdickungen des Kieferknochens vorhanden, die die Entstehung von Taschen fördern, da sie eine dichte Anlagerung des Zahnfleisches an den Zahn verhindern. Die chirurgische Methode beginnt mit der Messung der Taschentiefen und dem Abklappen des Zahnfleisches. Dann werden die Wurzeloberflächen unter Sicht gereinigt und geglättet. Anschließend wird das Zahnfleisch mit feinen Nähten wieder verschlossen.

Rezessionsdeckung

Eine Gingivarezession ist der Rückgang des Zahnfleisches (und auch eines Teils des Knochens), so daß die Zahnhälse oder Teile der Wurzel freiliegen. In bestimmten Situationen, bei denen kein allgemeiner Knochenabbau vorliegt, kann man mit Hilfe körpereigenen Bindegewebes, das am Gaumen entnommen wird, durch Membranen oder durch Verschieben des umgebenden Zahnfleisches diesen Rückgang wieder decken. Allerdings ist dies nur möglich, wenn der Knochenabbau aufgrund einer Parodontitis noch nicht zu weit fortgeschritten ist. Ist die Rezession durch zu starkes Zähneputzen entstanden, müssen die Putzgewohnheiten umgestellt werden.

Inzision

Im medizinischen Bereich versteht man unter einer Inzision ein operatives Beschneiden, einen Einschnitt mit einem Skalpell. In der zahnärztlichen Chirurgie wird dabei schichtweise das Gewebe durchtrennt, um eine mit Gewebeflüssigkeit, Eiter oder Blut gefüllte Schwellung, einen Abszess oder eine Zyste, zu eröffnen.

Hat sich an der Wurzelspitze eines Zahnes ein Abszess entwickelt, muß für den Abfluss des Eiters durch eine Eröffnung des Abszesses gesorgt werden. Ein Abszess kann von außen oder vom Mundraum her eröffnet werden. Das Öffnen ist besonders wichtig, da sich sonst der Abszess im Kopfbereich nach innen verlagern und der Eiter bis ins Gehirn aufsteigen kann. Nach Eröffnung erfolgt meistens die Einlage eines Streifens in das Abszessgebiet, um ein zu rasches Verschließen zu verhindern. Auch das Fixieren eines kleinen Röhrchens ist möglich, um den Abfluss des Eiters zu gewährleisten. Ein stetiger Wechsel der Drainage muss so lange erfolgen, bis kein Sekretfluss mehr erkennbar ist. Durch den Eiterabfluss kommt es zum Abklingen der durch die Gewebespannung hervorgerufenen Schmerzen und zum Ausheilen des Abszesses. In bestimmten Fällen ist trotz chirurgischer Unterstützung eine Antibiotikaeinnahme unumgänglich.

Eine Zyste entsteht durch Einlagerung von Cholesterinkristallen und der Aufnahme von Flüssigkeit. Unter Verdrängung des umliegenden Knochens vergrößert sich die Zyste und es entsteht ein Innendruck. Grundsätzlich stehen zwei verschiedene Therapiemethoden für die operative Behandlung von Zysten zur Verfügung. Diese sind abhängig von der Lokalisation und Ausdehnung der jeweiligen Zyste. Ist die vollständige Entfernung der Zyste mit anschließendem dichten Nahtverschluss möglich, erfolgt eine sogenannte Zystektomie. Ist eine Zyste zu groß, kann eine sofortige Entfernung unmöglich sein. In diesen Fällen wird die Zyste zunächst zur Mundhöhle hin eröffnet und mit einer Tamponade offen gehalten. Ziel dieser Zystostomie ist zunächst die Verkleinerung und daran sich anschließende vollständige Entfernung der verbliebenen Zyste.

Exzision (Gewebeentfernung)

Im Gegensatz zur Inzision, bei der normalerweise kein Gewebe entfernt wird, dient die Exzision dazu, Gewebe herauszuschneiden. Dies kann beispielsweise bei überschüssigem Weichgewebe wie dem Schlotterkamm bei Prothesenträgern oder Schwellung des Zahnfleisches (Gingivahyperplasie) angezeigt sein. Des weiteren können Bindegewebsgeschwulste oder dem Zahnfleisch aufsitzende Geschwulste (Epulis) exzidiert werden. Aufgrund der Exzision krankhafter Gewebeveränderungen sollte eine mikroskopische Untersuchung und Beurteilung durch den Pathologen (Histologie) erfolgen.

Reimplantation

Das Wiedereinsetzen eines meist ungewollt entfernten Zahnes bezeichnet man als Reimplantation. Zum größten Teil bedingen Unfälle einen solchen vollständigen Zahnverlust. Ist Zahnder Zahn nicht gebrochen, eine Wurzelkanalbehandlung möglich und der Knochen nicht beschädigt so kann der Zahn an seine alte Stelle im Kiefer wieder eingesetzt werden. Der Zahnhalteapparat ist zwar zerstört, aber ein knöchernes Anwachsen des Zahnes ist möglich. Der Zahn wird durch den Zahnarzt für eine bestimmte Zeit geschient, so dass er in seiner Position verbleibt und einheilt. Um so jünger der Patient ist, desto besser stehen die Erfolgschancen. Hinzu kommt, dass ein frischer, gerade erst verlorener Zahn, der in feuchter Umgebung (physiologische Kochsalzlösung, Speichel oder Milch o.ä.) oder einer speziellen Zahnrettungsbox transportiert wurde, wesentlich erfolgreicher vom Zahnarzt wieder eingepflanzt werden kann. Nur leider ist diese Art des Transports oft nicht bekannt, so dass viele Patienten ihn eher in ein trockenes Tuch wickeln.

Behandlung in Vollnarkose:

Allgemeines

Je nach medizinischer Notwendigkeit aber auch auf Wunsch von Patienten, die dem Streß einer Zahnbehandlung oder eines chirurgischen Eingriffes nicht Anästhesiegerätausgesetzt sein möchten, kann eine Behandlung unter Narkose durchgeführt werden. Die Narkose ermöglicht einen sanften und schmerzlosen Schlafzustand, der ständig unter professioneller Überwachung des behandelden Arztes steht. Während der Narkose sind Bewußtsein und Schmerzempfinden ausgeschaltet, der Körper befindet sich in einem entspannten, schlafähnlichen Zustand. Eine zahnärztliche Behandlung kann so für den Patienten völlig stress- und angstfrei durchgeführt werden.

Kurze Zeit nach Beendigung des Eingriffs beginnt das Aufwachen und bei stabilen Atem- und Kreislaufverhältnissen kann man von Angehörigen oder Freunden dann nach Hause begleitet werden.

Eine Alternative für kreislaufschwache Patienten ist die Sedierung. Bei der Sedierung werden kurzwirkende Beruhigungsmedikamente (Sedativa) eingesetzt, die einen schlaffördernden Effekt haben. Sie bewirken einen Dämmerschlaf und eine Ruhigstellung.

Intravenöse Narkose

Die intravenöse Narkose ist ein hochmodernes Anästhesieverfahren. Die Behandlung findet im Dämmerschlaf unter Aufsicht eines erfahrenen Anästhesisten statt.

Die Vorteile: Der Patient empfindet keinerlei Angst und nimmt die Behandlungsdauer kürzer wahr. AnästhesiegerätDurch die Unterstützung des Anästhesisten ist es zudem möglich, einen Patienten sechs bis sieben Stunden zu behandeln, ohne dass es zu Kreislaufkomplikationen oder Ähnlichem kommt. Die intensivmedizinische Überwachung des Patienten während der Behandlung lässt jede Veränderung des Blutdrucks, der Sauerstoffsättigung des Blutes oder des EKG sofort erkennen, so dass der Arzt notwendige Schritte ergreifen kann, bevor irgendwelche Symptome auftreten.

Mehrere Behandlungen können kombiniert werden, so dass sich die Anzahl der Sitzungen weitgehend reduziert. Parodontosebehandlungen und Implantationen im Ober- und Unterkiefer können beispielsweise in einer Sitzung durchgeführt werden.

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Gerne vereinbaren wir mit Ihnen einen Wunschtermin.
Dr. Frank Seidel ist Ihr Zahnarzt in Berlin:www.zahn-implantate-berlin.de/ Ratgeber Schönheit:www.ratgeber-schoenheit.com/